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Warum geben wir uns gegenseitig Geschenke und warum verpacken wir diese?

2021-06-14T17:33:53+02:0014.06.2021|Holiday Season, Trends und Tendenzen|

Es gibt nichts Besseres, als einem geliebten Menschen ein Geschenk zu machen. Besser ist eventuell nur noch ein Geschenk von eben dieser Person zu erhalten. Die Welt ist bevölkert mit unzähligen Geschenkgebern und Geschenkempfängern, die sich täglich mit Geschenken begeistern. Speziell zu besonderen Anlässen und Feiertagen ist das Schenken weit verbreitet – z. B. Weihnachten, Geburtstag, Hochzeit, Jubiläum, Konfirmation, Valentinstag und anderen wichtigen Ereignissen im Leben. Aber das beste Geschenk ist vielleicht oft das „einfach so“ Geschenk, das ohne bestimmten Grund gegeben wird und daher besonders überrascht.

Aber was macht ein Geschenk so einzigartig? Wie schaffen Sie beim Empfänger die größtmögliche Erwartungsfreude? Können Sie das eigentliche Geschenk zu einem ganzheitlichen Erlebnis machen, das bereits beginnt, bevor das Geschenk verpackt ist? Und: Warum schenken wir uns eigentlich gegenseitig Geschenke?

Genau diese Fragen werden wir in diesem Artikel beleuchten. Es ist ein großer Markenwert, das Geschenk zu einem Erlebnis zu machen, und vielleicht kann dies Sie bei der Wahl der Verpackung und des Verpackungslieferanten inspirieren.

Warum machen wir uns gegenseitig Geschenke?

Beginnen wir von vorne – und hier gehen wir buchstäblich sehr weit zurück in die Geschichte. Laut Anders Klostergaard Petersen, Professor für Religionswissenschaft an der Universität Aarhus, gehen wir bis vor 3,5 Millionen Jahren zurück, als unsere Vorfahren mit dem Austausch von Geschenken begannen. Zum Beispiel im Zusammenhang mit Inhaftierung, Schuldbekenntnis, Wunsch nach Vergebung oder Opferbereitschaft.

Seiner Ansicht nach war das Geschenk immer ein zentraler Bestandteil menschlicher Gemeinschaften und hat eine klare Funktion. Das Geschenk ist ein grundlegendes Phänomen, das Verbindungen zu und zwischen Menschen herstellen und aufrechterhalten kann.

In jüngster Zeit wird das Schenken größtenteils als eine freundliche Geste interpretiert, die ausgeführt wird, um anderen zu gefallen. Das heißt, die gute, alte Beziehung zwischen einem Geschenkgeber, der „Bitteschön“ sagt, und einem Geschenkempfänger, der mit einem „Dankeschön“ erwidert.

Aber hinter dieser „Bitteschön / Dankeschön“ -Beziehung stehen eine Reihe möglicher Motive, die das Schenken selbst rechtfertigen. Schauen wir sie uns einmal genauer an.

5 typische Gründe, warum wir Geschenke machen

Als Geschäftsinhaber kann es sinnvoll sein, einen Einblick zu erhalten, warum Ihre Kunden grundsätzlich Geschenke kaufen und verschenken. Dieses Wissen kann Sie dazu bringen, Ihr Marketing gezielt zu gestalten – nicht zuletzt durch Ihre Wahl des Einpackens und Verpackens.

Hier sind fünf Vorschläge, mit typischen Gründen für das Schenken.

#1 Es gibt immer einen Anlass – die Tradition ist wahr …

Der erste Grund ist ganz einfach: Wir geben uns gegenseitig Geschenke, weil es eine alte Tradition ist. Das Schenken ist mit großen und wichtigen Ereignissen im Laufe des Lebens verbunden. Wie bereits erwähnt, gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, ein Geschenk zu verschenken – von großen Jubiläen über Meilensteine bis hin zu einer einfachen Dinner-Party, bei der es beispielsweise üblich ist, ein Geschenk für Gastgeber/ Hostessen etwas mitzubringen.

Selbst wenn es sich um eine kleine Schachtel Schokolade oder eine Flasche Wein handelt, trägt jedes einzelne Geschenk dazu bei, die Tradition von Generation zu Generation fortzusetzen. Eine gemütliche Tradition, die typischerweise Freude verbreitet, eine gute Atmosphäre schafft und die Gemeinschaft stärkt.

# 2 Liebe zeigen und die persönliche Beziehung pflegen

Wie Anders Klostergaard Petersen betont, ist das Schenken für viele mehr als nur die Handlung selbst. Hinter dieser Geste steht die Absicht, menschliche Beziehungen aufzubauen, zu stärken oder aufrechtzuerhalten. Das Geschenk ist eine Möglichkeit, unsere Liebe, unser Vertrauen und unsere Beziehung zu anderen zu zeigen und zu kommunizieren. Und diese Beziehung wird durch die Dankbarkeit und Freude bestätigt, die der Empfänger zurückgibt.

Unabhängig davon, ob das Geschenk direkt von der Wunschliste des Empfängers oder aus Ihrer eigenen freien Vorstellungskraft stammt, bedeutet es in der Regel etwas Besonderes für den Geschenkgeber, den Empfänger und die persönliche Beziehung zwischen beiden.

# 3 Es ist der Gedanke, der zählt

Die meisten verbinden ein Geschenk mit einem richtigen Gegenstand, der ein- und ausgepackt werden kann. Der Wert des Schenkens muss allerdings nicht materialistisch sein.

Ein Geschenk muss kein physisches oder materielles Produkt sein, um die erwartete Wirkung bei dem Empfänger zu erzielen. Sie können auch ein immaterielles Geschenk geben, bei dem die Gedanken hinter dem Geschenk dem Beschenkten Freude bereitet.

Ein Geschenk kann zum Beispiel eine Geste oder eine Handlung sein. Sie können zum Beispiel ein Gedicht schreiben oder ein Lied singen. Sie können auch ein Erlebnis organisieren, das zum Anlass oder zu Ihnen und der Beziehung mit dem Empfänger passt. Sie können auch Geld für einen guten Zweck spenden, hier kommt es auf die Werte und Botschaften hinter dem Geschenk an.

Kurz gesagt: Es ist (meistens) mehr der Gedanke hinter dem Geschenk, der zählt als das Produkt selbst.

# 4 Das „egoistische“ Geschenk – mit der Erwartung von Gegenleistungen

Wenn Sie Anders Klostergaard Petersen fragen, gibt es kein Geschenk, das 100% selbstlos ist. Das heißt, wir geben grundsätzlich immer ein Geschenk mit der Erwartung, auch etwas zurückzubekommen – zum Beispiel:

  • Dankbarkeit
  • Freude
  • Vertrauen
  • Eine angemessene emotionale Reaktion
  • Anerkennung persönlicher Fähigkeiten
  • Ein Geschenk des Empfängers

Wenn Sie dieser Denkweise folgen, ist es ebenso eine Frage der „Geschenkökonomie“ wie des „Geschenkaustauschs“. Mit anderen Worten, ein Geschenk, das auch von der Absicht beeinflusst wird, dass die liebevolle Geste später erwidert wird.

# 5 Ein Souvenir, das ewig hält

Der fünfte und letzte Grund besteht darin, ein Geschenk zu geben, das als bleibende Erinnerung an den Geber oder an eine besondere Erfahrung zwischen dem Geber und dem Empfänger dienen kann. Eine Art „Souvenir“, das für diese beiden Parteien wichtig ist und das für immer ein Symbol für ihre Beziehung oder gemeinsame Erfahrung sein wird.

Warum verpacken wir Geschenke?

Das Verpacken von Geschenken ist eine Tradition, die weit in der Geschichte verwurzelt ist. Aber was sind die historischen und kulturellen Hintergründe?

Von einer historischen Perspektive betrachtet, war das Schenken in der Dorfgemeinschaft nicht nur eine großzügige Geste. Es bat auch die Möglichkeit den sozialen Status zwischen zwei Menschen zu markieren. Ein Geschenk, dass nicht erwidert werden konnte, zeigte Überlegenheit. [1]

Aber im späten 19. Jahrhundert begann die feinere Bourgeoise, Geschenke zu verpacken. Damit sollte der Preis des Geschenkes versteckt werden, um so das soziale Machtspiel zu umgehen.

Genauer genommen war die Geschenkverpackung zuerst ein Zeichen des Wohlstands. Unverpackte Alltagsgegenstände gehörten daher in der Regel zu den unteren Schichten der Gesellschaft, während die Wohlhabenden die Geschenke einpackten.

Das Verpacken von Geschenken breitete sich jedoch im 20. Jahrhundert auf alle Schichten aus. Dies liegt vermutlich daran, dass die Geschenkverpackung eine einfache Möglichkeit war, günstige Geschenke teuer aussehen zu lassen.

Verwenden Sie Verpackungen als Branding in Ihrem Marketing

Das Aussehen eines Geschenkes ist von großer Bedeutung, sowohl für den Geschenkgeber und Empfänger als auch für das Geschäft, in dem das Geschenk gekauft wird.

Es geht darum, den Empfänger zu überraschen und eine Freude zu bereiten. Eine ästhetisch einladende und einzigartige Verpackung kann dazu beitragen.

Hier ist es wichtig, dass die Verpackung oder Geschenkverpackung:

  1. Einen guten ersten Eindruck macht
  2. Ein Blickfang ist und auffällt (z.B. durch Ästhetik, Look and Feel und elegante Designdetails)
  3. Die Qualität des Produktes reflektiert
  4. Dem Geschenkerlebnis einen Mehrwert verleiht (z.B. mit dem Fokus auf die Umwelt/ nachhaltige Verpackungen, Verpackungen, die wieder verwendet werden können oder Verpackungen, die Teil des Geschenkes sind)

Um Ihre Verpackung einzigartig und einladend zu gestalten, können Sie eine Vielzahl von visuellen und ästhetischen Elementen verwenden. Sie können z.B. luxuriöse Geschenkschachteln, hübsches Seidenpapier oder tolles Geschenkpapier in ansprechenden Farben, mit Aufdruck, Muster, Ihrem Logo oder anderen dekorativen Elementen verwenden.

Für einen tollen Look und das gewisse Extra können Sie auch ein schönes Geschenkband, eine elegante Schleife oder andere auffällige Details hinzufügen. Verwenden Sie hierfür auch gerne nachhaltige Verpackungen. Verbraucher fordern zunehmend umweltfreundliche Verpackung und die richtige Verpackung setzt ein klares Signal, dass Ihr Unternehmen Verantwortung für die Umwelt übernimmt.

Auf diese Weise können Sie das Geschenk zu einem ganzheitlichen Erlebnis machen, bei dem das Aussehen selbst ein kleines Geschenk ist. Dies hilft die Vorfreude zu wecken und das Geschenkerlebnis außergewöhnlich zu machen, noch bevor es ausgepackt wird. Ein solcher „Wow-Faktor“ erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Marke in Erinnerung bleibt.

Kommunizieren Sie Ihre Nachricht mit der Verpackung

Es ist daher sinnvoll, sorgfältig darüber nachzudenken, wie Ihre Produkte sowohl in der Kaufsituation als auch beim anschließenden Schenken aussehen.

Hier kehren wir schließlich zu Anders Klostergaard Pertersen zurück. Er betont, dass das Schenken an sich ein Kommunikationsmittel darstellt, da der Geschenkgeber normalerweise etwas Spezifisches für einen Empfänger kommunizieren möchte. Auf die gleiche Weise können Sie die Verpackung und Verpackungsmaterial Ihrer Geschäftsprodukte verwenden, um bestimmte Botschaften zu kommunizieren und Ihr Marketing gezielt zu gestalten.

Sie können beispielsweise Ihre Verpackung oder Verpackungsmaterialien so gestalten, dass sie an bestimmten Feiertagen, besonderen Anlässen, festen Jubiläen oder sogar bestimmten Kundensegmenten als Geschenk dient – z. B. qualitätsbewusste Verbraucher, die nach exklusiven High-End-Produkten suchen. Oder für umweltbewusste Verbraucher, die im Alltag nachhaltigere Alternative suchen.

Und das stellt doch einen richtig guten Grund dar, Ihre Verpackung und Verpackungsmaterialien in Ihre Marketingstrategie einzubeziehen. Zumindest wenn man den Statistiken auf dem Gebiet glauben soll. 

Die Statistiken sprechen eine klare Sprache

Eine Studie von Shorr Packaging Corp zeigt beispielsweise, dass:

  • 42% der Kunden bemerken, wenn Sie aus Ihrer Verpackung etwas Besonderes machen.
  • 51% der Kunden sind der Meinung, dass der Wert des Produkts höher ist, wenn die Verpackung einen speziellen Print aufweist oder speziell an das Produkt angepasst wurde.

Im Anschluss daran zeigt eine weitere Studie von Dotcom Distribution Folgendes:

  • 40% der Kunden tätigen mit größerer Wahrscheinlichkeit einen erneuten Kauf bei einem Unternehmen, wenn der erste Produktkauf in einer schöneren Verpackung als dem normalen Standard geliefert wurde.
  • 43% der Kunden geben an, dass die Verpackung für das gesamte Einkaufserlebnis bei Luxusgütern „sehr wichtig“ ist.

Mit anderen Worten, das Verpacken und die Verpackungsmaterialien eines Geschenks sind für das Einkaufserlebnis, die Produktwahrnehmung, die Markenpräferenzen und den Grad der Kundenbindung des Kunden von großer Bedeutung. Und hier sprechen wir sowohl über die Person, die Ihre Produkte als Geschenk kauft, als auch über die Person, die das Geschenk anschließend erhält und auspackt.

Zusammenfassend:

  1. Machen Sie sich mit den saisonalen Geschenkbedürfnissen Ihrer Kunden und den Gründen für das Schenken vertraut.
  2. Überlegen Sie, wie durch einen Moment der Überraschung ein Mehrwert geschaffen werden kann.
  3. Nutzen Sie dieses Wissen, um eine attraktive und einzigartige Verpackung und Verpackungsmaterialien zu entwerfen, die teilweise auf diese Bedürfnisse und Beweggründe ausgerichtet sind und die Marke Ihres Unternehmens effektiv vermarkten.

Referenzen:

Anders Klostergaard, Aarhus Universitetsforlag (2016): ”Gaven”.

Kristelig Dagblad (2016): Professor: Den uselviske gave findes ikke.

Shorr Packaging Corp:  https://www.shorr.com/promos/2016-01/download-2016-e-commerce-packaging-survey-results

Dotcom Distribution: https://dotcomdist.com/thank-you-2016-packaging-study/