In den letzten Jahren wurde viel Wert darauf gelegt, wie man sich als Unternehmen vermarktet, wenn es um Nachhaltigkeit geht. In diesem Zusammenhang ist eine Diskussion über das Greenwashing von Produkten, Produktion und Verpackung entstanden. Aber wir können Sie irreführendes Marketing Ihrer Produkte vermeiden und was können Sie für die Klimakompensation Ihrer Verpackung tun? Wir erklären hier, wie Sie Greenwashing und Falschinformationen Ihrer Kunden vermeiden können.

Was ist Greenwashing und wie wirkt es sich auf Ihr Unternehmen aus?

In letzter Zeit wurde irreführendes Klimamarketing zur großen Diskussion. Viele Unternehmen überschätzen sich und vermarkten sehr kleine Initiativen, die in Wirklichkeit nicht umweltfreundlich sind. Dies führt zu Fehlinformationen für die Verbraucher. Hier kommt der Begriff Greenwashing ins Spiel. Man spricht von Greenwashing, wenn Unternehmen nur bestimmte Informationen präsentieren oder die Wahrheit beschönigen. Es ist also eine Art, ein nachhaltiges Image zu schaffen, das weder die Produkte noch die Produktionsmethoden widerspiegelt. Für Sie als Unternehmen ist es wichtig, Greenwashing zu vermeiden, um Ihren Kunden kein falsches Bild abzugeben. Greenwashing kann sich letztlich negativ auf Ihre Glaubwürdigkeit auswirken und Verwirrung über das Produkt stiften, das Sie tatsächlich liefern.

Neue Grundsätze für Klimamarketing

Ein neuer Bericht gibt acht Ratschläge, wie Sie als Unternehmen eine korrekte Klimakompensation sicherstellen können. Diese Tipps werden dazu beitragen, dem Greenwashing entgegenzuwirken und den Bereich der Nachhaltigkeitskommunikation zu stärken. Der wichtigste Punkt aus dem Bericht ist, dass Sie als Unternehmen die Klimakennzeichnung nur dann verwenden sollten, wenn es einen signifikanten Unterschied zum Durchschnitt gibt. Der Bericht rät den Unternehmen auch davon ab, Worte wie „klimafreundlich“ und ähnliche Begriffe überhaupt zu verwenden, da sie nicht sehr konkret sind. Wenn ähnliche Begriffe erwähnt werden, sollte dies im Rahmen einer ausführlichen Erklärung geschehen.
Eine Auswahl der acht Ratschläge für Klimamarketing:
  • Waren mit einer Klimakennzeichnung sollten einen markant niedrigeren Co2-Fußabdruck haben.
  • Zahlen und Logos sollten sachlich und transparent sein.
  • Klimareduktionen sollten durch anerkannte Standards dokumentiert werden.
  • Es gibt keine klimaneutralen Produkte.
  • Sie sollten die Verbraucher über Klimakompensationen informieren.
  • Klimakompensation sollte durch glaubwürdige Systeme zertifiziert sein.
Lassen Sie uns mit dem ersten Ratschlag beginnen, bei dem es um Klimakennzeichnungen geht. Geht es, zum Beispiel, um die Klimakennzeichnung „weniger Co2“, sollte die Produktion dieses Produktes markant weniger CO2 ausstoßen. Den Empfehlungen nach, sollten diese Produkte mindestens 30% weniger CO2 ausstoßen, als der Durchschnitt. Diese Kennzeichnung sollte also nur gegeben werden, wenn Sie weit unter der Norm liegen.

Keine Ware ist klimaneutral

Um Greenwashing zu vermeiden, sollten Sie als Unternehmen darauf achten, wie Sie den Nachhaltigkeitsaspekt vermarkten. Sie sollten beachten, dass eine einzelne Maßnahme nicht die gesamte Produktion nachhaltig macht. Selbst wenn also ein Teil Ihres Produkts klimakompensiert ist, bedeutet das nicht, dass der Rest des Produkts und der Verpackung es auch ist. Ein wichtiger Punkt des Berichtes ist auch, dass es keine klimaneutralen Produkte gibt. Sie sollten also nicht damit werben, dass Ihr Produkt klimaneutral ist. Zu den Grundsätzen gehört auch,  dass es wichtig ist, die Informationen und die Kommunikation auf den Verpackungen deutlicher zu machen – vor allem, wenn es um Nachhaltigkeit geht.
Deutliche Informationen zu Nachhaltigkeit:
  1. Sie sollten verdeutlichen, wie stark die Klimabilanz des Produkts insgesamt reduziert wird.
  2. Bei der Nutzung von Zahlen, die den CO2-Fußabdruck Ihres Produkts oder Ihrer Verpackung zeigen, sollten diese korrekt und transparent sein.
  3. Wenn Sie private Logos nutzen, dürfen diese keine gute Klimaleistung widerspiegeln, wenn es keine Belege für einen geringen Klima-Fußabdruck gibt.
Sådan klimakompenserer du din emballage

Was können Sie für die Klimakompensation Ihrer Verpackung tun?

Bei Verpackungen spielen viele Faktoren eine Rolle, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Oft ist die Verpackung aus Papier oder Pappe, die auf Baumfasern basieren. Schon da mag der klimabewusste Verbraucher denken, dass es das Klima beeinflusst. Wie bereits gesagt, ist es nicht möglich, Verpackungen zu finden, die völlig klimaneutral sind, aber Sie können den CO2-Fußabdruck Ihrer Verpackungen ausgleichen oder reduzieren. Sie können u.a. zur Klimakompensation beitragen, indem Sie:
  • eine Verpackung wählen, die ein Klimakompensations-Zertifikat hat
  • Materialien Ihrer Verpackung wählen, die durch Baumpflanzprojekte kompensiert werden.
  • recycelte Materialien für Ihre Verpackung nutzen.
Der Begriff klimaneutral ist, wie gesagt, nicht ausreichend, da dieser irreführend ist. Deshalb sollten Sie die Verbraucher darüber informieren, dass es sich hier um eine Kompensation handelt.
Begrebet ’klimaneutral’ som fritstående klimapåstand er vildledende og bør ikke kunne anvendes […], medmindre det ledsages af en tydelig forklaring som ’Klimaneutral via kompensation’ eller ’Klimaneutral via plantning af ny skov’.

Reduzieren Sie mit Hilfe einer Verpackungsanalyse, bevor Sie kompensieren

Durch eine Verpackungsanalyse erhalten Sie guten Rat und Hilfe, wie Sie am besten umweltfreundliche Verpackungen sicherstellen können. So können Sie sicher sein, dass Sie die Umwelt auf bestmögliche Weise unterstützen und Ihren Kunden die richtigen Informationen über die Nachhaltigkeit Ihrer Verpackungen geben. Wenn Sie Ihren CO2-Fußabdruck Ihrer Verpackung reduzieren möchten, können Sie z.B. einen FSC®-zertifizierten Lieferanten finden. FSC® ist eine Garantie dafür, dass keine Wälder geschädigt wurden. In einem FSC®-zertifizierten Wald werden gefährdete Naturgebiete geschützt und Wälder dort angepflanzt, wo sie abgeholzt werden. Wenn es um Nachhaltigkeit generell geht, ist es wichtig, eine Verpackung zu wählen, die recycelbar ist. Bei der Suche nach wiederverwertbaren oder anderweitig umweltfreundlichen Materialien können Sie auf verschiedene Zertifizierungen achten, z. B. „FSC Mix“, „FSC Recycled“ und „FSC 100%“, sowie auf andere Recyclingzeichen.
Vores miljømæssige emballage har FSC-certifikater

Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Wenn Sie ein neues Verpackungssortiment entwickeln möchten oder Ihr existierendes verbessern möchten, haben Sie bei uns die Möglichkeit eine Verpackungsanalyse durch einen unserer Verpackungsberater durchzuführen. Eine Verpackungsanalyse kann Ihnen Aufschluss darüber geben, wo Sie Verbesserungen im Hinblick auf die CO2-Emissionen erzielen können, sie kann aber auch ein Anstoß für eine bessere Verpackungsstrategie sein. Eine durchdachte Verpackungsstrategie kann Ihnen in vielen Fällen sowohl Zeit als auch Geld sparen und Ihren CO2-Fußabdruck verringern. Sie gibt Ihnen auch die Möglichkeit, Ihr Verpackungsdesign in ein zusammenhängendes Konzept einzubinden, das Ihre Marke und Ihre Werte zum Ausdruck bringt, mit denen sich Ihre Kunden identifizieren können. Darüber hinaus wird es Ihr Unternehmen in einer Omnichannel-Realität stärken.
War dieser Artikel hilfreich?
JaNein